Ende Juni 2025 hat die dänische Regierung einen Gesetzentwurf zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes vorgelegt, der jedem Bürger ein eigentumsähnliches Recht an Gesicht, Stimme und Körper einräumt. Die Regelung trat, wie der Verfassungsblog berichtet, am 31. März 2026 in Kraft. Sie ist die erste ihrer Art in der Europäischen Union, stellt unautorisierte Deepfakes unter Sanktion, verpflichtet Plattformen zur Löschung und ermöglicht Schadenersatz, ohne dass konkrete Reputationsschäden nachgewiesen werden müssen. Die Unterstützung im Parlament war über die Parteigrenzen hinweg breit, und im Europäischen Parlament wird die dänische Initiative inzwischen offen als Modell für eine EU weite Regelung diskutiert.
Auf den ersten Blick ist all das vernünftig. Generative KI Modelle erzeugen heute aus wenigen Sekunden Audiomaterial oder einer Handvoll Fotos täuschend echte Klone, die für Betrug, Desinformation und nicht konsensuellen Missbrauch genutzt werden. Eine Reaktion des Gesetzgebers war also scheinbar überfällig.
Und doch wird hier mit einer neuen Regulierung wieder einmal etwas zugrunde liegendes aus Unverstand übergangen.