Seit 20. August ist mein Buch „Die Selbstsetzung des Menschen. Eine philosophische Gebrauchsanweisung für unsere Gesellschaft im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ erhältlich.
In den vergangenen drei Wochen haben wir an dieser Stelle die ersten drei Kapitel daraus besprochen und es ging um die Angst vor dem Fortschritt, um die Kränkung unseres Selbstbildes des Menschen und um die Frage, was der Kunst im Zeitalter ihrer technischen Selbtproduktion bleibt. Heute folgt das vierte Kapitel. Es führt von einer Auseinandersetzung, die zunächst nach gewöhnlichem Kulturkampf klingt, zu einem der ältesten und schwierigsten Probleme der Philosophie: Wie bringt man einer Maschine das richtige Handeln bei?
Die These dieser Woche
Eine KI wird nicht schon dadurch menschenfreundlich, dass sie hilfreich und effizient ist. Sie wird es erst, wenn ihrer Nützlichkeit Grenzen gesetzt sind, die den einzelnen Menschen davor schützen, zum bloßen Mittel eines fremden Zwecks zu werden.