Seit 20. August ist mein Buch „Die Selbstsetzung des Menschen. Eine philosophische Gebrauchsanweisung für unsere Gesellschaft im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ erhältlich.

In den vergangenen vier Wochen haben wir hier die ersten vier Kapitel besprochen, von der Angst vor dem Fortschritt über die Kränkung unseres Selbstbildes und die Zukunft der Kunst bis zu der Frage, wie man einer Maschine das richtige Handeln beibringt. Heute folgt das fünfte Kapitel. Es führt in jenes Feld, in dem die Künstliche Intelligenz die wenigsten Gegner hat und dennoch viele philosophisch relevante Fragen aufwirft, nämlich in die Medizin.

Die These dieser Woche

In kaum einem Bereich ist die Zustimmung zur Künstlichen Intelligenz so breit wie in der Medizin. Gleichzeitig sind gerade hier viele grundlegende Fragen des Menschseins betroffen. Denn wer die Biologie des Menschen entschlüsselt und radikal optimiert, heilt nicht nur Krankheiten, sondern fragt letztlich neu, was Körper, Gesundheit und Leben überhaupt bedeuten.